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Die Kinder- und Hausmärchen
Das Interesse der Grimms an Märchen wurde durch die beiden Romantiker Clemens Brentano
(1778-1842) und Achim von Armin (1781-1831) geweckt, die sie 1803 an der Marburger Universität
kennen lernten. Die Brüder begannen 1807 Märchen zu erforschen und aufzuzeichnen. 1810 sandten sie
eine erste Fassung an Brentano. Diese handschriftlichen Aufzeichnungen galten lange als verschollen
und wurden erst im 20. Jahrhundert im Kloster Oelenberg wieder entdeckt. 1812 erschien die erste
gedruckte Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen mit 86 Märchen. Ein zweiter Teil mit weiteren 72
Märchen erschien 1815. Mit dem dritten Band mit Varianten und Anmerkungen, der 1822 herauskam,
begründeten die Brüder Grimm die wissenschaftliche Märchenforschung. Die Märchenbücher wurden
für die weiteren Auflagen erweitert, verändert und ergänzt. Zu Lebzeiten der Brüder Grimm erschienen
die Märchen in insgesamt sieben Auflagen und die Sammlung wurde immer wieder auch in sprachlicher
Hinsicht umgearbeitet. Die heute gebräuchliche Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen ist die Ausgabe
„letzter Hand" von 1857 und umfasst insgesamt 200 Märchen und 10 Kinderlegenden. Darüber hinaus
gibt es einen Anhang mit 28 weiteren Märchen. Allerdings gelten nicht alle, gemessen an den oben
entwickelten Kriterien, als wirkliche Märchen. Einige Forscher sind der Ansicht, dass nur etwa sechzig
der in den Kinder- und Hausmärchen abgedruckten Märchen tatsächlich der Gattung Märchen
zuzuordnen sind, die anderen sind zum Beispiel als Legenden, Fabeln, Mythen oder Schwänke
einzuordnen.
Wo wurden die handschriftlichen Aufzeichnungen, die die Brüder Grimm an Brentano geschickt hatten, wieder entdeckt?
AAn der Universität Marburg.
BIm Kloster Oelenberg.正確答案
CIn ihrem Geburtsort Hanau.
DAn der Universität Göttingen.
答案與詳解
